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Über die Arbeiten des Künstlers Peter Ostermeyer

Ästhetik des Zerfalls

Es ist der Blick für das vermeintlich banale, der Peter Ostermeyers Bilder so außergewöhnlich macht, seine Vorliebe für Zerfall und Auflösung und sein ganz besonderes Verhältnis zur Natur. Die einzigartige Ästhetik des in Frankfurt am Main arbeitenden Künstlers gewinnt mit jeder Phase seiner künstlerischen Arbeit an Dynamik und Tiefe.

Und so staunen wir über die bizarre Verlorenheit von Schmetterlingen und Insekten, entdecken verblüfft, wie konstruktiv die Demontage sein kann und lassen uns entführen in fremde Welten, in denen sich Gedanken und Muster zu skurrilen Gebilden verbinden. Wer sich auf die Bilder von Peter Ostermeyer einlässt, tritt in einen Dialog mit der Veränderung, und findet sich nicht selten Auge in Auge mit phantastischen Wesen aus Meer und Sand.

Nach wie vor der Struktur des Vergänglichen auf der Spur hat der Künstler eigene Wege der Komposition entwickelt. Bevor zunächst Skizzen und später die eigentlichen Bilder entstehen, diszipliniert er seinen Blick mit Hilfe der Kamera. Dieser erste Schritt lässt ihn neue Formen und Perspektiven entdecken und zwingt ihn zur Konzentration auf das Besondere. Das Ergebnis sind ungewöhnliche Bilder voller Spannung und Dramatik, die durch ihre Lebendigkeit überzeugen, obwohl – oder gerade weil – sie doch so häufig Lebloses zeigen.

Anette M. Quentel

 

„… Die Liebe zur Kunst , die Liebe zur Familie, das Herz am rechten Fleck, der Durst am Leben und noch ein paar andere Dinge. All das ist ein großartiges Rezept, um gut über die Runden zu kommen. Peter Ostermeyers Werk strahlt das aus.
Es stapelt sich regelrecht an diesem schönen Ort, ordnet sich akkurat in Schubladen, Ordnern und an allen möglichen anderen Orten in seinem Haus…………..
Bilder wie reife Trauben….“

– Florian Heinke, Text aus dem Katalog „Strandgut und Anderes“

Aktuell

Die Kamera ist mein Skizzenbuch.

 

„Bilder kommen aus Bildern“ – dieses Zitat von Ernst Nay, einem der Wegbereiter der abstrakten Moderne, hängt an der Wand in meinem Atelier. Meine Arbeiten entstehen aus der Kombination von Gesehenem und dem, was bei der Umsetzung auf die Leinwand oder dem Papier als kontrolliertes Experiment daraus wächst. Was für William Turner der Skizzenblock war, ist für mich die Kamera, die ich nutze, um Strukturen festzuhalten, die Verfall und Wachstum in Pflanzen, Steine und Umwelt zeichnen. Diese Fotografien und gefundene Steine, Hölzer und Knochen umgeben mich, ich übernehme sie in meiner Arbeit. Füge Teile neu zusammen, verfremde und abstrahiere sie. So entstehen eigene Welten, die von der Unabdingbarkeit der Veränderung und des Verfalls erzählen.

 

 

 

Einige meiner Fotografien habe ich ausgewählt, um Einblick in meine Sicht der Dinge zu geben.