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Über die Arbeiten des Künstlers Peter Ostermeyer
Ästhetik des Zerfalls
Es ist der Blick für das vermeintlich banale, der Peter Ostermeyers Bilder so außergewöhnlich macht, seine Vorliebe für Zerfall und Auflösung und sein ganz besonderes Verhältnis zur Natur. Die einzigartige Ästhetik des in Frankfurt am Main arbeitenden Künstlers gewinnt mit jeder Phase seiner künstlerischen Arbeit an Dynamik und Tiefe.
Und so staunen wir über die bizarre Verlorenheit von Schmetterlingen und Insekten, entdecken verblüfft, wie konstruktiv die Demontage sein kann und lassen uns entführen in fremde Welten, in denen sich Gedanken und Muster zu skurrilen Gebilden verbinden. Wer sich auf die Bilder von Peter Ostermeyer einlässt, tritt in einen Dialog mit der Veränderung, und findet sich nicht selten Auge in Auge mit phantastischen Wesen aus Meer und Sand.
Nach wie vor der Struktur des Vergänglichen auf der Spur hat der Künstler eigene Wege der Komposition entwickelt. Bevor zunächst Skizzen und später die eigentlichen Bilder entstehen, diszipliniert er seinen Blick mit Hilfe der Kamera. Dieser erste Schritt lässt ihn neue Formen und Perspektiven entdecken und zwingt ihn zur Konzentration auf das Besondere. Das Ergebnis sind ungewöhnliche Bilder voller Spannung und Dramatik, die durch ihre Lebendigkeit überzeugen, obwohl – oder gerade weil – sie doch so häufig Lebloses zeigen.
Anette M. Quentel